Agri-PV versichern — Landwirtschaft und Solar kombiniert
Agri-Photovoltaik verbindet Stromerzeugung mit landwirtschaftlicher Nutzung. Die Doppelnutzung bringt besondere Risiken mit sich.
Was ist Agri-PV?
Agri-Photovoltaik kombiniert Landwirtschaft und Solarstromerzeugung auf derselben Fläche. Module werden erhöht oder vertikal aufgestellt, sodass darunter Ackerbau oder Viehzucht möglich bleibt. Typische Größen: 500 kWp bis mehrere MWp.
Spezielle Risiken
- Maschinenschaden — Landwirtschaftliche Geräte können Module beschädigen
- Tierschäden — Weidetiere und Wildtiere verursachen regelmäßig Schäden
- Erhöhte Windlast — Aufgeständerte Bauweise
- Pestizide und Düngemittel — Können Kabel und Kontakte angreifen
- Bodenabsenkung — Durch Bewässerung kann sich die Unterkonstruktion verziehen
Versicherungsanforderungen
Eine Standard-PV-Versicherung reicht nicht. Du brauchst:
- All-Gefahren-Deckung — Unverzichtbar wegen vielfältiger Risiken
- Maschinenschäden — Explizit enthalten
- Ertragsausfall — Sowohl Solar als auch ggf. Ernteausfall
- Betreiberhaftpflicht — Mit erweiterter Deckung für landwirtschaftliche Nutzung
Häufige Fragen
Was unterscheidet Agri-PV von normaler Freiflächen-PV?
Die Fläche wird weiterhin landwirtschaftlich genutzt. Das bringt Risiken durch Maschinen, Tiere und Chemikalien.
Gibt es spezielle Agri-PV-Versicherungen?
Ja, einige Versicherer bieten maßgeschneiderte Tarife, die Maschinenschäden und landwirtschaftliche Risiken einschließen.
Wird Agri-PV gefördert?
Ja, das EEG sieht einen Zuschlag von 1,2 ct/kWh auf die Einspeisevergütung vor. Außerdem gibt es Landesprogramme.
Wie hoch ist die Versicherungsprämie?
0,5 bis 0,8 Prozent des Anlagenwertes — etwas höher als bei normalen Freiflächenanlagen.
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