Agri-PV versichern — Landwirtschaft und Solar kombiniert

Agri-Photovoltaik verbindet Stromerzeugung mit landwirtschaftlicher Nutzung. Die Doppelnutzung bringt besondere Risiken mit sich.

Was ist Agri-PV?

Agri-Photovoltaik kombiniert Landwirtschaft und Solarstromerzeugung auf derselben Fläche. Module werden erhöht oder vertikal aufgestellt, sodass darunter Ackerbau oder Viehzucht möglich bleibt. Typische Größen: 500 kWp bis mehrere MWp.

Spezielle Risiken

  • Maschinenschaden — Landwirtschaftliche Geräte können Module beschädigen
  • Tierschäden — Weidetiere und Wildtiere verursachen regelmäßig Schäden
  • Erhöhte Windlast — Aufgeständerte Bauweise
  • Pestizide und Düngemittel — Können Kabel und Kontakte angreifen
  • Bodenabsenkung — Durch Bewässerung kann sich die Unterkonstruktion verziehen

Versicherungsanforderungen

Eine Standard-PV-Versicherung reicht nicht. Du brauchst:

  1. All-Gefahren-Deckung — Unverzichtbar wegen vielfältiger Risiken
  2. Maschinenschäden — Explizit enthalten
  3. Ertragsausfall — Sowohl Solar als auch ggf. Ernteausfall
  4. Betreiberhaftpflicht — Mit erweiterter Deckung für landwirtschaftliche Nutzung
Tipp: Kläre vorab mit dem Versicherer, ob die landwirtschaftliche Doppelnutzung im Tarif berücksichtigt ist.

Häufige Fragen

Was unterscheidet Agri-PV von normaler Freiflächen-PV?

Die Fläche wird weiterhin landwirtschaftlich genutzt. Das bringt Risiken durch Maschinen, Tiere und Chemikalien.

Gibt es spezielle Agri-PV-Versicherungen?

Ja, einige Versicherer bieten maßgeschneiderte Tarife, die Maschinenschäden und landwirtschaftliche Risiken einschließen.

Wird Agri-PV gefördert?

Ja, das EEG sieht einen Zuschlag von 1,2 ct/kWh auf die Einspeisevergütung vor. Außerdem gibt es Landesprogramme.

Wie hoch ist die Versicherungsprämie?

0,5 bis 0,8 Prozent des Anlagenwertes — etwas höher als bei normalen Freiflächenanlagen.

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