Hagelschaden an der PV-Anlage — Modulbruch & Mikrorisse
Hagel ist eine der häufigsten Schadensursachen bei Photovoltaikanlagen. Selbst kleine Hagelkörner können Mikrorisse verursachen, die den Ertrag über Jahre schleichend mindern.
Wie Hagel PV-Module beschädigt
Hagelkörner ab 2 cm Durchmesser können PV-Module sichtbar beschädigen. Das Hauptproblem sind aber die unsichtbaren Mikrorisse im Silizium: Sie entstehen bereits bei kleineren Körnern und reduzieren den Ertrag schleichend um 5 bis 20 Prozent — oft unbemerkt.
Typische Schadensbilder
- Glasbruch — Sichtbare Risse oder Splütter im Frontglas
- Mikrorisse in den Zellen — Nur per Elektrolumineszenz-Messung sichtbar
- Hot Spots — Durch Mikrorisse entstehen Überhitzungspunkte, die zum Brand führen können
- Rahmenverformung — Bei großen Hagelkörnern kann sich der Modulrahmen verbiegen
Hagelschäden und Versicherung
Hagel ist bei praktisch jeder PV-Versicherung als Standardgefahr eingeschlossen — sowohl bei benannten Gefahren als auch bei All-Gefahren-Deckung. Wichtig ist aber die Art der Regulierung:
Schaden richtig melden
- Ertragsdaten dokumentieren (Monitoring-App)
- Fotos von allen sichtbaren Beschädigungen machen
- Schaden unverzüglich der Versicherung melden
- EL-Messung durch Fachbetrieb veranlassen
- Keine Module ohne Rücksprache austauschen
Häufige Fragen
Sind Hagelschäden in der PV-Versicherung enthalten?
Ja, Hagel ist bei praktisch jeder PV-Versicherung als Standardgefahr eingeschlossen.
Was sind Mikrorisse?
Unsichtbare Risse in den Solarzellen, die nur per EL-Messung erkennbar sind. Sie reduzieren den Ertrag um 5-20 Prozent.
Soll ich nach Hagel eine EL-Messung machen lassen?
Unbedingt, auch wenn keine Schäden sichtbar sind. Die Kosten (200-500 Euro) trägt der Versicherer.
Wie schütze ich meine Anlage vor Hagel?
Module mit Hagelschutzklasse 3 oder 4 wählen. Eine nachträgliche Schutzfolie ist nur bedingt wirksam.
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