Schneelast — Modulbruch & Dachschäden durch Schnee

Schwerer, nasser Schnee kann PV-Module brechen und Dächer überlasten. Besonders in den Alpen, im Schwarzwald und im Erzgebirge ein ernstes Risiko.

Wie gefährlich ist Schneelast?

In den Schneelastzonen 2 bis 3 (Alpen, Mittelgebirge) kann die Schneelast 200 bis 500 kg pro Quadratmeter erreichen. PV-Module sind für eine Flächenlast von 2.400 bis 5.400 Pa ausgelegt — das entspricht etwa 240 bis 540 kg/m². Bei extremen Schneelagen wird es also knapp.

Schadensbilder

  • Modulbruch — Schneedruck überschreitet die mechanische Belastbarkeit
  • Rahmenverformung — Module verbiegen sich dauerhaft
  • Unterkonstruktionsschäden — Schienen und Dachhaken geben nach
  • Dachüberlastung — Dachstuhl kann bei extremer Schneelast geschädigt werden

Schneelast in der Versicherung

Bei benannten-Gefahren-Tarifen ist Schneelast nicht immer enthalten! Sie fällt unter „Eisdruck“ oder „Schneedruck“ und muss teilweise extra vereinbart werden. Bei All-Gefahren-Deckung ist Schneelast automatisch mit versichert.

Wichtig: In Schneelastzone 3 (Alpen) verlangen einige Versicherer einen Nachweis, dass die Module für die lokale Schneelast ausgelegt sind. Ohne diesen Nachweis kann die Regulierung gekürzt werden.

Häufige Fragen

Ist Schneelast in der PV-Versicherung enthalten?

Bei All-Gefahren-Deckung ja. Bei benannten Gefahren muss Schnee-/Eisdruck explizit aufgeführt sein.

Muss ich Schnee von den Modulen räumen?

Nein, das ist sogar gefährlich. Die Module sollten so dimensioniert sein, dass sie die lokale Schneelast tragen.

Zahlt die Versicherung auch Dachschäden durch Schneelast?

Dachschäden deckt die Gebäudeversicherung ab. PV-Schäden die PV-Versicherung. Beides separat melden.

Ab welcher Schneelast brechen PV-Module?

Standard-Module halten 2.400 Pa (ca. 240 kg/m²). Verstärkte Module bis 5.400 Pa. In Schneegebieten immer verstärkte Module wählen.

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