Förderung 2026 für Photovoltaik & Wärmepumpe

BAFA-Zuschüsse, KfW-Kredite und steuerliche Absetzbarkeit: So holst du das Maximum an Fördermitteln für deine Solaranlage und Wärmepumpe. Alle aktuellen Programme im Überblick.

Förderungsüberblick 2026

Die Bundesregierung fördert den Ausbau erneuerbarer Energien weiterhin mit attraktiven Zuschüssen und steuerlichen Vorteilen. Sowohl für Photovoltaikanlagen als auch für Wärmepumpen gibt es mehrere Fördermöglichkeiten, die du miteinander kombinieren kannst.

Die wichtigsten Förderungen auf einen Blick

  • BAFA-Zuschuss für Wärmepumpen: 30 bis 70 % der förderfähigen Kosten
  • KfW-Kredit 270: Zinsgünstige Finanzierung für PV und Speicher
  • KfW-Kredit 358/359: Förderkredit für Heizungstausch (Wärmepumpe)
  • Steuerbefreiung PV: Seit 2023 null Prozent Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen bis 30 kWp
  • Einkommensteuer: PV-Anlagen bis 30 kWp von der Einkommensteuer befreit
  • Einspeisevergütung: Weiterhin garantiert für 20 Jahre ab Inbetriebnahme

BAFA-Förderung für Wärmepumpen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist die zentrale Anlaufstelle für die Förderung von Wärmepumpen. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Fördersätze im Überblick

FörderkomponenteZuschussBedingung
Grundförderung30 %Alle Wärmepumpen, die alte fossile Heizung ersetzen
Klimageschwindigkeitsbonus+ 20 %Bei Austausch von Öl/Gas/Kohle/Nachtspeicher
Einkommensbonus+ 30 %Haushaltseinkommen unter 40.000 Euro/Jahr
Effizienzbonus+ 5 %Nutzung natürlicher Kältemittel (z.B. Propan R290)
Maximale Gesamtförderung70 %Bei Erfüllung aller Boni

Stand: März 2026. Fördersätze können sich ändern. Aktuelle Konditionen auf bafa.de prüfen.

Förderfähige Kosten

Die förderfähigen Kosten sind auf maximal 30.000 Euro für das erste Wohnhaus gedeckelt. Darin enthalten sind das Wärmepumpen-Gerät, die Installation, notwendige Umbauarbeiten (z.B. Geräteaufstellung, Bohrungen für Erdsonden), Umfeldmaßnahmen (z.B. Heizflächenanpassung) und die Planung durch einen Energieberater.

Tipp: Den Antrag musst du vor Beginn der Maßnahme stellen. Seit 2024 läuft die Antragstellung über die KfW (nicht mehr direkt beim BAFA). Erst nach Bewilligung darfst du den Auftrag erteilen.

KfW-Programme

KfW-Kredit 270: Erneuerbare Energien

Der KfW-Kredit 270 finanziert Investitionen in erneuerbare Energien — darunter auch Photovoltaikanlagen mit und ohne Speicher. Die Konditionen sind typischerweise günstiger als bei normalen Bankkrediten. Wichtige Eckdaten:

  • Finanzierung bis zu 100 % der Investitionskosten
  • Laufzeiten bis 20 Jahre
  • Zinsgünstige Konditionen unter Marktniveau
  • Auch für Batteriespeicher nutzbar (in Kombination mit PV)
  • Antragstellung über die Hausbank

KfW-Kredit 358/359: Heizungsförderung

Für den Einbau einer Wärmepumpe gibt es neben dem BAFA-Zuschuss auch einen zinsgünstigen KfW-Kredit. Dieser ist besonders interessant für Eigenheimbesitzer, die den Eigenanteil nach Abzug des BAFA-Zuschusses finanzieren möchten. Der Kreditbetrag liegt bei bis zu 120.000 Euro pro Wohneinheit.

Steuerliche Vorteile für PV-Anlagen

Mehrwertsteuer-Befreiung

Seit dem 1. Januar 2023 gilt für Photovoltaikanlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden ein Umsatzsteuersatz von null Prozent. Das betrifft die Lieferung und Installation von Solarmodulen, Wechselrichtern, Batteriespeichern und aller wesentlichen Komponenten. Konkret sparst du 19 % auf den gesamten Anschaffungspreis.

Einkommensteuer-Befreiung

Einnahmen aus dem Betrieb von PV-Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind seit 2023 von der Einkommensteuer befreit. Das bedeutet: Du musst die Einspeisevergütung und eventuelle Einnahmen aus Stromverkauf nicht mehr in der Steuererklärung angeben. Auch eine Gewinnermittlung entfällt.

Tipp: Die steuerlichen Vorteile gelten auch für bestehende Anlagen rückwirkend ab 2022. Falls du noch eine Einkommensteuererklärung für PV-Einnahmen abgibst, prüfe, ob du davon betroffen bist.

Einspeisevergütung 2026

Die Einspeisevergütung wird für 20 Jahre ab Inbetriebnahme garantiert. Die aktuellen Sätze für Neuanlagen (Stand März 2026, Richtwerte):

AnlagengrößeVergütung VolleinspeisungVergütung Überschusseinspeisung
Bis 10 kWpca. 12,5 Ct/kWhca. 8,0 Ct/kWh
10 – 40 kWpca. 10,5 Ct/kWhca. 7,0 Ct/kWh

Richtwerte, halbjährliche Degression. Aktuelle Sätze auf netztransparenz.de prüfen.

Durch den hohen Eigenverbrauchsanteil (besonders in Kombination mit Speicher und Wärmepumpe) ist die direkte Stromersparnis heute oft wertvoller als die Einspeisevergütung. Bei Strompreisen von 30 bis 40 Cent pro kWh ist jede selbst verbrauchte Kilowattstunde deutlich mehr wert als die eingespeiste.

Förderungen kombinieren

Du kannst verschiedene Förderungen miteinander kombinieren — allerdings gibt es Obergrenzen und Einschränkungen:

  • BAFA-Zuschuss + KfW-Kredit: Kombinierbar. Der BAFA-Zuschuss wird vom Investitionsbetrag abgezogen, den Rest finanzierst du über den KfW-Kredit.
  • BAFA + Landesförderung: Grundsätzlich kombinierbar, die Gesamtförderquote darf aber 90 % der förderfähigen Kosten nicht überschreiten.
  • Steuerliche Förderung (§ 35c EStG): Nicht mit BAFA/KfW kombinierbar. Du musst dich für einen Weg entscheiden. In den meisten Fällen ist der BAFA-Zuschuss attraktiver.
  • Mehrwertsteuer-Befreiung PV: Gilt unabhängig von allen anderen Förderungen.

Förderung und Versicherung — warum beides zusammen gehört

Du investierst 15.000 bis 50.000 Euro in deine Energieanlage, bekommst vielleicht 30 bis 50 Prozent Förderung — und dann? Dann steht diese wertvolle Investition ungeschützt auf deinem Dach oder im Garten. Ein einziger Hagelschauer oder ein Blitzeinschlag kann die gesamte Investition gefährden.

Gerade weil du Fördermittel erhalten hast, ist eine Versicherung besonders wichtig. Denn im Schadensfall musst du die Anlage aus eigener Tasche reparieren oder ersetzen — die Förderung gibt es nur einmal. Eine PV- und WP-Versicherung kostet nur 0,5 bis 1 Prozent des Anlagenwerts pro Jahr und schützt deine Investition nachhaltig.

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