Mieterstrom — PV-Modell für Vermieter & Versicherung

Mieterstrom ermöglicht Mietern günstigen Solarstrom vom Dach. Für Vermieter bedeutet das besondere Versicherungsanforderungen.

Was ist Mieterstrom?

Beim Mieterstrom wird der Solarstrom vom Dach eines Mietobjekts direkt an die Mieter verkauft. Der Vermieter betreibt die PV-Anlage und bietet den Mietern günstigeren Strom als vom Versorger an. Der Mieterstrom-Zuschlag liegt bei ca. 2,7 ct/kWh.

Versicherungsanforderungen

Als Mieterstrom-Betreiber brauchst du umfassenderen Schutz als bei einer reinen Eigenverbrauchsanlage:

  • Betreiberhaftpflicht — Pflicht, da du Strom an Dritte lieferst
  • Ertragsausfallversicherung — Du hast vertragliche Lieferpflichten
  • Gewerbliche PV-Versicherung — Mieterstrom ist eine gewerbliche Tätigkeit
Wichtig: Als Mieterstrom-Betreiber haftest du gegenüber deinen Mietern. Ein Ausfall der Anlage kann zu Schadensersatzansprüchen führen, wenn Mieter auf den teureren Netzstrom zurückgreifen müssen.

Mieterstrom-Modelle

  • Direktlieferung — Vermieter betreibt die Anlage selbst
  • Contractor-Modell — Externer Betreiber pachtet das Dach
  • Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung — Seit 2024 ohne eigenen Mieterstrom-Zuschlag, dafür einfachere Abrechnung

Häufige Fragen

Brauche ich als Mieterstrom-Betreiber eine Betreiberhaftpflicht?

Ja, da du Strom an Dritte lieferst. Empfohlene Deckungssumme: mindestens 3 Mio. Euro.

Was passiert, wenn die Anlage ausfällt?

Mieter werden automatisch aus dem Netz versorgt. Du als Betreiber trägst ggf. die Differenzkosten.

Ist Mieterstrom eine gewerbliche Tätigkeit?

Ja. Du brauchst eine Gewerbeanmeldung und eine gewerbliche PV-Versicherung.

Lohnt sich Mieterstrom wirtschaftlich?

Mit dem Mieterstrom-Zuschlag und der Steuerbefreiung (bis 100 kWp) kann sich Mieterstrom ab ca. 8 Wohneinheiten lohnen.

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